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Altolamprologus calvus — Perlhuhn-Gattungsbarsch (Calvus)

Perlhuhn-Gattungsbarsch (Calvus)

Altolamprologus calvus

Altolamprologus calvus ist ein Süßwassercichlide, der im Südwesten des Tanganjikasees endemisch ist. Sein stark zusammengedrückter Körper ermöglicht die Nutzung enger Felsspalten und flacher Höhlen; FishBase beschreibt ihn als Lauerjäger, der sich überwiegend von Garnelen und anderen Krebstieren ernährt. Die dokumentierte Maximallänge beträgt 13,5 cm Gesamtlänge. FishBase zeigt den globalen Status Near Threatened (2025) als Kontext, nicht als Aussage über ein Aquarienexemplar oder den Handel.

Wassertemperatur

23 - 25 °C

pH-Wert

8 - 9

Wassertyp

Süßwasser

Tankfüllstand

Unten und in der Mitte

Erwachsenengröße

13,5 cm

Mindesttankvolumen

>= 180 L

Mindestgruppe

>= 1

GH

9 - 19 dGH

KH

5 - 10 dKH

TDS

200 - 400 ppm

Leitfähigkeit

313 - 625 uS/cm

Artbeschreibung

Geografische Herkunft und Habitat: Altolamprologus calvus ist ein im Tanganjikasee endemischer Süßwasser-Cichlide, der aus dem südwestlichen Seeteil gemeldet wird. FishBase stuft ihn als benthopelagisch ein und verbindet ihn mit Felsbiotopen. Seine dokumentierte Nutzung enger Spalten und flacher Höhlen macht die Felsstruktur der Litoralzone zentral für die Interpretation seines Verhaltens; eine Einstufung als Freiwasser- oder Mischhabitatsart wäre irreführend. Die Daten definieren nicht jede Tiefe oder jedes Mikrohabitat als austauschbar.
Taxonomie und Morphologie: Der gültige Name ist Altolamprologus calvus (Poll, 1978); Lamprologus calvus Poll, 1978 ist das verzeichnete Basionym. Der Körper ist auffallend hoch und seitlich stark komprimiert – eine Anpassung, die FishBase mit dem Eindringen in Felsspalten und Höhlen erklärt. Das dokumentierte Maximum beträgt 13.5 cm Gesamtlänge (TL) für Männchen oder nicht nach Geschlecht getrennte Tiere. Die Gesamtlänge ist eine Messkonvention und darf nicht stillschweigend mit anderen Längenmaßen, einem anderen Geschlecht oder Populationen gleichgesetzt werden.
Sozialverhalten: Die Artbeschreibung nennt A. calvus einen Lauerjäger, der das Felshabitat in 30–100 cm Abstand zum Substrat durchstreift. Dies stützt eine felsnahe Nahrungssuche und Verstecknutzung, belegt aber weder dauerhafte Reglosigkeit, Nachtaktivität noch allgemeine Harmlosigkeit gegenüber Tanganjika-Fischen. Territoriale Reaktionen hängen von Aufbau, Spaltenangebot, Fütterung und Beibesatz ab. Eine gemeinsame Seeherkunft garantiert weder verträgliches Sozialverhalten noch Schutz vor Prädation.
Färbung und Geschlechtsdimorphismus: Die geprüften Quellen belegen den komprimierten Körper und die maximale Gesamtlänge, begründen für diesen Eintrag jedoch weder eine universelle Farbform, ein fixes Größenverhältnis zwischen Männchen und Weibchen noch diagnostische Flossenmerkmale. Handelsnamen und Fotos können lokale oder gezüchtete Erscheinungsbilder zeigen, ersetzen aber keine dokumentierte Artregel. Bestimmen Sie Tiere anhand von wissenschaftlichem Namen und Morphologie im Kontext; leiten Sie Geschlecht, Alter, Gesundheit oder Herkunft nicht rein aus der Farbe ab.

Pflege, Zucht und Mitbewohner

Aquarieneinrichtung: Die Einrichtung um stabile Steinaufbauten mit schmalen Spalten und flachen Höhlen strukturieren, den für diese Art dokumentierten Nutzungsbereichen. Verstecke zugänglich halten, instabile Stapel und Mulmfallen vermeiden und Raum für Fütterungs- und Verhaltensbeobachtungen lassen. FishBase beschreibt eine felsbewohnende, benthopelagische Art, keinen Freiwasser-Cichliden. Die geprüfte Evidenz legt weder Beckenvolumen, exakte Beleuchtung noch verbindliches Substrat fest; diese Entscheidungen erfordern eine anlagenbezogene Beurteilung.
Ernährung und Fütterung: FishBase berichtet, dass A. calvus sich hauptsächlich von Garnelen und anderen Krebstieren ernährt. Wählen Sie auf Basis dieser carnivoren Nachweise tierische Nahrung und beobachten Sie, ob das Einzeltier im Gesellschaftsbecken ausreichend Futter aufnimmt. Futtermenge, Textur und Rhythmus sind nicht starr vorgegeben; ersetzen Sie die Beobachtung von Futteraufnahme, Kondition und Resten nicht durch Futtertabellen. Stellen Sie Fischbrut nicht als dokumentierte Hauptnahrung dar und verhängen Sie kein unbegründetes Verbot pflanzlicher Bestandteile.
Wasserqualität: Der FishBase-Arteintrag nennt Süßwasserbedingungen von 23–25 °C, pH 8,0–9,0 und dH 9–19. Betrachten Sie diese als herkunftsbezogenen Referenzrahmen, nicht als Schnell-Eingewöhnungsrezept oder Heilmittel bei Krankheiten. Halten Sie die Bedingungen stabil, überwachen Sie gemessene Werte und prüfen Sie Abweichungen im Gesamtsystem. Die Werte belegen nicht, dass bestimmte Aufhärtepräparate, Leitwerte, Nitratobergrenzen oder Wasserwechselintervalle ausnahmslos zwingend sind.
Kompatibilität und Vergesellschaftung: Beifische anhand des realen Aquariums beurteilen, nicht nach starren Tanganjika-Namenslisten. Die Art nutzt Felsstrukturen und erbeutet Krebstiere; Körpergröße, Verstecke, gemeinsame Spaltennutzung, Futterzugang und individuelle Territorialität sind entscheidend. Gehen Sie nicht davon aus, dass kleine Tiere sicher sind oder andere Tanganjikasee-Cichliden automatisch harmonieren. Trennen oder verändern Sie den Besatz, sobald beobachtete Konflikte, Futterunterdrückung oder Verletzungen Probleme anzeigen.
Aquarienzucht: Die Originalquelle berichtet von einem Weibchen, das rund 200 Eier bewacht. Zuchtbedingungen nur anbieten, wenn eine eingewöhnte Gruppe kompatibles Fortpflanzungsverhalten zeigt; Quellen schreiben weder reine Schneckenhausbrut, feste Paare oder Harems noch bestimmte Schlupf- und Überlebensraten vor. Störungen minimieren und Tierwohl priorisieren. Jeder Zuchteingriff muss sich an beobachteter Harmonie, Refugien und Wasserwerten orientieren, nicht an vermeintlichen Universalmethoden.
Risiken, Gesundheit und Grenzen: Es wurden keine artspezifischen Krankheitsbilder oder Behandlungsprotokolle bestätigt. Nutzen Sie den Arteintrag nicht, um Läsionen, Futterverweigerung, Atembeschwerden oder Ausfälle zu diagnostizieren oder pauschal Medikamente zu verabreichen. Beginnen Sie mit Verhaltensbeobachtungen, gemessenen Wasserwerten, Fütterung und Haltung; ziehen Sie bei anhaltenden Symptomen fischgesundheitlichen Rat hinzu. Jede Entscheidung über Behandlung, Bekämpfung oder Vorbeugung muss auf das diagnostizierte Problem, den Wirt, das Wasser und Produkt- bzw. tierärztliche Vorgaben abgestimmt sein.

Geografische Herkunft und Verbreitung

Diese Art stammt aus: Africa (Endemico del Lago Tanganica).

Ursprung

Afrika und Madagaskar

Fischprofil

Temperament
Semi-aggressive
Altolamprologus calvus ist als Lauerjäger im Felsbiotop dokumentiert, nicht als Freiwasserschwarmfisch. Die Nutzung von Felsspalten, Höhlen und substratnahen Zonen macht Raum und Verstecke entscheidend für Interaktionen. Die Quellen begründen weder ein universelles Temperament-Label, eine feste Aggressionsskala noch Garantien für friedliches Zusammenleben. Individuelle Territorialität und reale Beckenstruktur analysieren, statt Katalog-Etiketten als Urteil zu werten.
Diät
Carnivore
Die Artbeschreibung berichtet von einer Nahrung vorwiegend aus Garnelen und anderen Krebstieren, was das carnivore Profil stützt. Bieten Sie Futter und Portionen passend für einen Fleischfresser an und beobachten Sie Futteraufnahme und Kondition. Die Evidenz schreibt weder ein bestimmtes Fertigfutter, ein Verbot pflanzlicher Bestandteile noch Fischbrut als dokumentierte Hauptnahrung vor. Futteranpassungen sollten Wasserqualität, Konkurrenten und Tierzustand berücksichtigen.
Lebenserwartung
10-15 years
Erwachsenengröße
13.5 cm
Geschlechterverhältnis
Harem
Die Quellen legen kein universelles Paar-, Harem- oder Gruppenverhältnis für Altolamprologus calvus fest. Übertragen Sie Katalogwerte nicht in garantierte Sozialstrukturen. Geschlechtssicherheit, Territorialverhalten, Steinaufbauten, Verstecke und Trennmöglichkeiten bei der Gruppenplanung berücksichtigen. Zuchtberichte einzelner Becken belegen nicht, dass dasselbe Verhältnis in jedem System sicher oder produktiv funktioniert.
Fütterungsfrequenz
Twice daily
Für dieses Taxon wurde keine feste Fütterungshäufigkeit ermittelt. Rationen nach carnivorer Ernährung, Kondition und tatsächlicher Futteraufnahme bemessen, während Futterreste in Steinspalten vermieden werden müssen. Dies ist ein Haltungshinweis, keine starre Ein- oder Zweimal-täglich-Regel. Ein Jungtier, ein adultes Tier, ein Zuchtfisch und ein Fisch unter klinischer Beurteilung können unterschiedliche Pflege erfordern; anhaltende Futterverweigerung oder Konditionsverlust abklären.
Bioload
Medium
In der geprüften Literatur wurde keine direkte artspezifische Ausscheidungsmessung identifiziert. Die mittlere biologische Belastung des Profils ist daher ein Management-Richtwert, keine veröffentlichte physiologische Rate. Die carnivore Ernährung und Felseinrichtung machen die Entfernung von Futterresten und regelmäßige Wasserbeobachtung wichtig, begründen aber keinen Standardfilter, Wasserwechselumfang oder Besatzdichte. Pflege an Fütterung, gemessene Wasserwerte, Beckenvolumen und die gesamte Gemeinschaft anpassen.
Fluss
Stagnant
Die Artbeschreibung schildert einen Lauerjäger, der das Felsbiotop in 30–100 cm Substratabstand durchstreift, nennt aber keine bevorzugte Strömungsgeschwindigkeit. Diese Beobachtung darf nicht in eine Forderung nach stehendem, moderatem oder starkem Strom umgedeutet werden. Strömung so ausrichten, dass Sauerstoffgehalt gesichert und Schmutz abtransportiert wird, ohne geschützte Felszonen zu beeinträchtigen. Eignung anhand von Verhalten und Wassertests prüfen.
Sprungrisiko
Yes
In den Quellen wurde keine artspezifische Sprunghäufigkeit oder -ursache festgestellt. Die Risikoeinstufung ist ein vorsorglicher Kataloghinweis, kein Beweis dafür, dass jeder Calvus-Barsch springt. Eine passgenaue Abdeckung kann als Teil sicherer Aquariengestaltung erwogen werden, besonders bei Schreckreaktionen oder Revierstreitigkeiten, ersetzt aber nicht die Prüfung von Spalten, Technikdurchführungen und dem einzelnen Fisch. Aus einzelnen Fluchtversuchen keine Verhaltens- oder Gesundheitsdiagnosen ableiten.
Reproduktion
Oviparous
FishBase berichtet über Weibchen, die rund 200 Eier bewachen; Fortpflanzungspflege sollte sichere Laichplätze bieten, ohne reine Schneckenhauszucht als universell darzustellen. Die Literatur belegt weder ein fixes Geschlechterverhältnis, verbindliche Laichhöhlen, Befruchtungsabfolgen noch verlässliche Zuchterträge für jede Population. Kondition, Paarharmonie, Platz und Störungen beeinflussen das Ergebnis. Eine eingewöhnte Gruppe beobachten, statt Zwangspaarungen aus allgemeinen Profilen abzuleiten.
Kompatibilität & Tankkameraden
Peaceful
Verträglichkeit ist an Bedingungen geknüpft, kein Artlisten-Versprechen. Altolamprologus calvus nutzt Felsstrukturen und erbeutet Krebstiere; die Artbeschreibung bestätigt weder jeden früher genannten Beifisch noch die Sicherheit kleinerer Tiere. Körpergröße, Versteckzugang, Revierkonkurrenz, Fressgeschwindigkeit und individuelle Aggression im konkreten Becken beurteilen. Aus einer gemeinsamen Tanganjikasee-Herkunft nicht auf automatische Verträglichkeit schließen und bei beobachteten Konflikten eingreifen, statt sich auf pauschale Friedfertigkeitsetiketten zu verlassen.
Tankfüllstand
Middle/Bottom
FishBase stuft Altolamprologus calvus als benthopelagisch ein und beschreibt das Durchstreifen von Felshabitaten in 30–100 cm Bodenabstand. Die Art sollte daher nicht als reiner Oberflächenfisch dargestellt werden. Felsspalten und Höhlen sind belegte Aufenthaltsorte, während die genaue Beckenhöhe von Aufbau und Verhalten abhängt. Die bodennahe Felszone nutzbar halten und beobachten, wo das Tier jagt und ruht, statt starre Zonenregeln vorzugeben.

Wissenschaftliche Modelle & Parameter

FishBase

Zugang zu den offiziellen wissenschaftlichen Daten der Art

FishBase v25.04Daten synchronisiert am: 15.06.2026
Trophäenniveau
3,4 ± 0,4 se
Belastbarkeit
Mittel (1,4 - 4,4 Jahre)
Phylogenetische Einzigartigkeit (PD50)
0.75
Bayessche Längen-Gewichts-Beziehung
a = 0.01445, b = 2.99
AnfälligkeitGeringe Anfälligkeit (10 / 100)