Reefdoser EVO 4
Reefdoser EVO 4 ist die Vierkanal-Schlauchdosierstation von Aqua Medic mit vier unabhängig kalibrierten Pumpen und einem separaten kabelgebundenen Controller für manuellen oder programmierten Betrieb.
Überblick über Serie und Modell
Die Aqua Medic reefdoser EVO Familie umfasst Schlauchdosierpumpen zur kontrollierten Zugabe kleiner Flüssigkeitsmengen in Meer- und Süßwasseraquarien. Die Modelle teilen sich dieselbe grundlegende Aufgabe sowie mehrere Installations- und Wartungsprinzipien, nutzen jedoch nicht alle denselben Controller: EVO 1 gehört zur App-gesteuerten 1/3/5-Plattform, während EVO 4 einen separaten kabelgebundenen Controller verwendet. Diese Seite erläutert daher zunächst die gemeinsame Familie und beschreibt anschließend die Bedienelemente und Verfahren der jeweiligen Modelle.
Eine Dosierpumpe wiederholt eine vom Aquarianer gewählte Menge und Zeitplanung. Sie kann die Nachdosierung gleichmäßiger gestalten, misst jedoch nicht den Bedarf des Aquariums und bestimmt nicht die richtige Dosis. Calcium, Hydrogencarbonat, Spurenelemente, Dünger, Kalkwasser oder geeignete Flüssigfuttermittel sollten erst dann programmiert werden, wenn die relevanten Aquarienparameter sowie die Anweisungen für die jeweilige Flüssigkeit überprüft wurden.
EVO 4 vereint vier Dosierköpfe in einem Gehäuse mit den Maßen von ca. 25 × 13 × 6,4 cm und wird mit einem separaten Controller von ca. 14 × 6,5 × 3,6 cm geliefert. Das Paket enthält den Controller, die Dosierstation, das Netzteil und 4 m Einlassschlauch, der für die Installation zugeschnitten werden kann.
Die vier Kanäle sind für Protokolle vorgesehen, bei denen mehrere Flüssigkeiten getrennt gehalten werden, wie Spurenelemente, Dünger, Calcium, Hydrogencarbonat, Kalkwasser oder geeignetes Lebendplankton. Der externe Controller kann dort platziert werden, wo Display und Tasten zugänglich bleiben, während die Dosierstation und die Schläuche sicher verlegt sind.
Geeignete Anwendungen
- Regelmäßige Zugaben von Spurenelementen oder Düngern in Meer- und Süßwasseraquarien.
- Getrennte Calcium- und Hydrogencarbonat-Zugaben in Riffsystemen, sobald der Aquarianer die erforderlichen Mengen ermittelt hat.
- Kontrollierte Kalkwasser-Dosierung oder automatische Fütterung mit geeignetem Lebendplankton im Rahmen der Grenzen von Flüssigkeit und Schläuchen.
- Installationen, bei denen wiederholte manuelle Zugaben unpraktisch wären und ein kalibrierter Ablaufplan regelmäßig überprüft werden kann.
- Anwender, die bereit sind, Schläuche zu überprüfen, nach Änderungen neu zu kalibrieren und die Elektronik vor Wasser, Salz und Feuchtigkeit zu schützen.
Funktionsweise
Jeder Kanal nutzt einen Schlauchpumpenkopf. Rollen komprimieren einen flexiblen Schlauch und bewegen die Flüssigkeit, ohne dass diese durch den Motor oder den Controller fließt. Die Pumpen sind selbstansaugend, was die Erstbefüllung vereinfacht; eine korrekte Schlauchführung ist jedoch unerlässlich, um zu verhindern, dass sich ein Behälter durch Schwerkraft entleert oder Flüssigkeit zurückfließt.
Der manuelle Betrieb dient dem Befüllen des Schlauchs vor der Kalibrierung sowie kurzen kontrollierten Zugaben. Der automatische Betrieb folgt dem über das modellspezifische Steuerungssystem gespeicherten Programm. Jeder aktive Kanal muss separat kalibriert werden, da das tatsächliche Ergebnis vom Pumpenkopf, dem Schlauchverlauf, der Flüssigkeit, dem Messzylinder und dem Zeitpunkt abhängt, an dem die Kalibrierung gestoppt wird.
Der Hersteller gibt an, dass eine Pumpe nicht länger als 15 Minuten ununterbrochen laufen darf. Die anschließende Ruhephase sollte mindestens so lang sein wie die Betriebsphase; andernfalls kann sich die Lebensdauer der Pumpe verkürzen. Diese Betriebsgrenze gilt für beide Familienzweige und muss bei der Verteilung eines großen Tagesvolumens berücksichtigt werden.
Datum, Uhrzeit, Kanalauswahl, Kalibrierung und das Automatikprogramm werden über den externen Controller konfiguriert. Jede Pumpe kann zudem manuell befüllt werden. Für jeden Kanal wählt der Benutzer die Anzahl der Dosierungen pro Tag, das Tagesintervall, das Volumen pro Dosierung und die Dosierzeit.
Der Controller unterstützt 1–24 Dosierungen pro Tag für jede ausgewählte Pumpe. Ein Tagesintervall von 0 bedeutet täglich, 1 bedeutet jeden zweiten Tag und das maximale Intervall beträgt 30. Diese Steuerungen verteilen eine vom Benutzer gewählte Menge; sie berechnen keinen Verbrauch und stimmen chemisch inkompatible Flüssigkeiten nicht automatisch ab.
Modelle, Ersatzteile und Kompatibilität
EVO 4 ist das aktuelle Vierkanal-Produkt, Artikel 104.144. Aqua Medic führt einen eigenen Controller, den Ersatzpumpenkopf 104.144-31, den Motor 104.144-1, das universelle 12-V/3-A-Netzteil 104.144-4 sowie das historisch mit reefdoser add 4 verwendete Patchkabel auf.
Korrekte Installation
Platzieren Sie die Dosiereinheit auf einer stabilen, ebenen Fläche oder nutzen Sie die für das Modell mitgelieferte Befestigungslösung. Betreiben Sie das Gerät in Innenräumen und schützen Sie es vor Spritzwasser, Salzablagerungen und der hohen Luftfeuchtigkeit, wie sie typischerweise in einem Filterschrank auftritt. Die Anleitung für EVO 1/3/5 gibt eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 80 % an; die Anleitung für EVO 4 verlangt ebenfalls Schutz vor Wasser und Feuchtigkeit.
Halten Sie die Schläuche so kurz und direkt wie möglich. Die offiziellen Anleitungen geben eine maximale Förderhöhe von 2 m an, was 0,2 bar entspricht. Der Saugschlauch muss bis zum Boden des Vorratsbehälters reichen, während das Auslaufende nicht in das Aquarienwasser eintauchen darf. Der Flüssigkeitsstand im Behälter muss unterhalb des Endes des Dosierschlauchs bleiben, um ein unkontrolliertes Auslaufen oder Rückfließen zu verhindern.
Da Peristaltikschläuche verschleißen und letztlich undicht werden können, positionieren Sie die Pumpe nach Möglichkeit über einer Tropfwanne, einem Aquarium oder einem Filterbecken. Überprüfen Sie vor dem Starten eines Programms die Saug- und Druckseite, entfernen Sie scharfe Knicke, befüllen Sie die Leitung und stellen Sie sicher, dass der Auslass kein Aquarienwasser zurück in den Dosierbehälter hebern kann.
Kalibrierung
Befüllen Sie zuerst den ausgewählten Schlauch und platzieren Sie dann die Saugleitung in ca. 50 mL Wasser oder der vorgesehenen Flüssigkeit und die Druckleitung in einem geeigneten Messzylinder. Wählen Sie im Kalibriermenü des Controllers die Pumpe aus, starten Sie die Förderung, stoppen Sie diese, sobald der Zylinder 50 mL erreicht, und speichern Sie das Ergebnis. Wiederholen Sie diesen Vorgang unabhängig für jeden aktiven Kanal.
Kalibrieren Sie auf einer ebenen Fläche und verwenden Sie nach Möglichkeit die reale Schlauchführung sowie die vorgesehene Flüssigkeit. Ein Wechsel von Pumpenkopf, Schlauch, Verlauf oder Flüssigkeit kann das geförderte Volumen verändern und erfordert eine Neukalibrierung, bevor dem automatischen Ablaufplan vertraut werden kann.
Wartung und Sicherheit
Überprüfen Sie die Dosierschläuche regelmäßig auf Verschleiß, Aushärtung, Ablagerungen und Verstopfungen. Eine Verstopfung kann den Druck erhöhen und Leckagen verursachen; ein verschlissener Schlauch kann Flüssigkeit außerhalb des vorgesehenen Leitungswegs freisetzen. Kalibrieren Sie den betroffenen Kanal nach dem Austausch eines Pumpenkopfs, einer Änderung der Schlauchführung oder dem Wechsel zu einer Flüssigkeit mit anderem Fließverhalten neu.
Trennen Sie vor dem Wechsel eines Pumpenkopfs die Stromversorgung, damit während des Vorgangs keine programmierte Dosierung starten kann. Der Ersatzkopf enthält Rollen und Innenschlauch. Beim Aufsetzen muss die Motorachse mittig zwischen den drei Rollen sitzen und in der Mitte der vorderen Öffnung sichtbar bleiben.
Schmieren Sie die Pumpe nicht. Verwenden Sie niemals ätzende oder kristallisierende Flüssigkeiten. Wenn eine Lösung dazu neigt, am Auslass zu kristallisieren, müssen deren Eignung und das Reinigungsintervall vor der automatischen Nutzung geprüft werden; das Verbot des Herstellers hat Vorrang vor jedem allgemeinen Anwendungsbeispiel.
Stärken und Grenzen
- Stärke: Vier unabhängig kalibrierte Kanäle fassen Mehrflüssigkeiten-Protokolle in einer Station zusammen.
- Stärke: Der separate Controller ermöglicht eine lokale Programmierung, ohne die routinemäßige Dosierung von einer Smartphone-App abhängig zu machen.
- Einschränkung: Jeder Kanal erfordert weiterhin eine eigene Kalibrierung, Schlauchüberprüfung und Dosiskontrolle.
Geprüfte Daten
| Kanäle | 4 |
|---|---|
| Geräteabmessungen | 25 × 13 × 6.4cm |
| Abmessungen der Steuerung | 14 × 6.5 × 3.6cm |
| Steuerungssystem | External wired controller |
| Artikelnummer | 104.144 |
| Netzteileingang | 100–240 VAC / 50–60 Hz |
| Netzteilausgang | 12 VDC / 2.0 A |
| Enthaltener Zulaufschlauch | 4m |
| Kalibriervolumen | 50mL |
| Dosierungen je Kanal und Tag | 1–24 |
| Tagesintervall | 0–30days |
| Maximaler Dauerbetrieb | ≤ 15min |
Galerie
Verwendete Quellen
Geprüft am 2026-08-31
- Aqua Medic reefdoser EVO 4
AB Aqua Medic GmbH · Quelle: official product
- reefdoser EVO 4 operation manual
AB Aqua Medic GmbH · Quelle: official manual