DosierpumpenPeristaltisch

Reefdoser EVO 1

Reefdoser EVO 1 ist das Einkanal-Modell der App-gesteuerten EVO 1/3/5 Dosierplattform von Aqua Medic mit individueller Kalibrierung, manueller Touch-Bedienung und flexibler Stand- oder Wandmontage.

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Überblick über Serie und Modell

Die Aqua Medic reefdoser EVO Familie umfasst Schlauchdosierpumpen zur kontrollierten Zugabe kleiner Flüssigkeitsmengen in Meer- und Süßwasseraquarien. Die Modelle teilen sich dieselbe grundlegende Aufgabe sowie mehrere Installations- und Wartungsprinzipien, nutzen jedoch nicht alle denselben Controller: EVO 1 gehört zur App-gesteuerten 1/3/5-Plattform, während EVO 4 einen separaten kabelgebundenen Controller verwendet. Diese Seite erläutert daher zunächst die gemeinsame Familie und beschreibt anschließend die Bedienelemente und Verfahren der jeweiligen Modelle.

Eine Dosierpumpe wiederholt eine vom Aquarianer gewählte Menge und Zeitplanung. Sie kann die Nachdosierung gleichmäßiger gestalten, misst jedoch nicht den Bedarf des Aquariums und bestimmt nicht die richtige Dosis. Calcium, Hydrogencarbonat, Spurenelemente, Dünger, Kalkwasser oder geeignete Flüssigfuttermittel sollten erst dann programmiert werden, wenn die relevanten Aquarienparameter sowie die Anweisungen für die jeweilige Flüssigkeit überprüft wurden.

EVO 1 ist für Aquarien gedacht, die eine regelmäßig dosierte Flüssigkeit benötigen, anstatt ein Mehrbehälter-Protokoll in einem einzigen Gehäuse zu erfordern. Das Gerät misst ca. 97 × 105 × 127 mm und kann auf dem mitgelieferten Standfuß stehen oder an einer Wand befestigt werden. Eine Signal-LED zeigt den aktiven Pumpvorgang an, und Berührungssensoren am Gerät ermöglichen eine manuelle Dosierung.

Das Modell ist Teil der aktuellen App-gesteuerten 1/3/5-Reihe. Die offizielle Produktseite führt EVO 1 und EVO 5 als verfügbar auf und kennzeichnet EVO 3 als nicht mehr lieferbar. Zusätzliche unterstützte EVO 1-, 3- oder 5-Einheiten können in die App eingebunden werden, sodass weitere Kanäle durch die Verwaltung mehrerer kompatibler Geräte erzielt werden und nicht durch Umbau der EVO 1 in die extern gesteuerte EVO 4.

Geeignete Anwendungen

  • Regelmäßige Zugaben von Spurenelementen oder Düngern in Meer- und Süßwasseraquarien.
  • Getrennte Calcium- und Hydrogencarbonat-Zugaben in Riffsystemen, sobald der Aquarianer die erforderlichen Mengen ermittelt hat.
  • Kontrollierte Kalkwasser-Dosierung oder automatische Fütterung mit geeignetem Lebendplankton im Rahmen der Grenzen von Flüssigkeit und Schläuchen.
  • Installationen, bei denen wiederholte manuelle Zugaben unpraktisch wären und ein kalibrierter Ablaufplan regelmäßig überprüft werden kann.
  • Anwender, die bereit sind, Schläuche zu überprüfen, nach Änderungen neu zu kalibrieren und die Elektronik vor Wasser, Salz und Feuchtigkeit zu schützen.

Funktionsweise

Jeder Kanal nutzt einen Schlauchpumpenkopf. Rollen komprimieren einen flexiblen Schlauch und bewegen die Flüssigkeit, ohne dass diese durch den Motor oder den Controller fließt. Die Pumpen sind selbstansaugend, was die Erstbefüllung vereinfacht; eine korrekte Schlauchführung ist jedoch unerlässlich, um zu verhindern, dass sich ein Behälter durch Schwerkraft entleert oder Flüssigkeit zurückfließt.

Der manuelle Betrieb dient dem Befüllen des Schlauchs vor der Kalibrierung sowie kurzen kontrollierten Zugaben. Der automatische Betrieb folgt dem über das modellspezifische Steuerungssystem gespeicherten Programm. Jeder aktive Kanal muss separat kalibriert werden, da das tatsächliche Ergebnis vom Pumpenkopf, dem Schlauchverlauf, der Flüssigkeit, dem Messzylinder und dem Zeitpunkt abhängt, an dem die Kalibrierung gestoppt wird.

Der Hersteller gibt an, dass eine Pumpe nicht länger als 15 Minuten ununterbrochen laufen darf. Die anschließende Ruhephase sollte mindestens so lang sein wie die Betriebsphase; andernfalls kann sich die Lebensdauer der Pumpe verkürzen. Diese Betriebsgrenze gilt für beide Familienzweige und muss bei der Verteilung eines großen Tagesvolumens berücksichtigt werden.

Manuelles Pumpen ist über das Touch-Bedienfeld möglich; alle weiteren Einstellungen werden in der Aqua Medic App vorgenommen. Die App verwaltet die automatische Dosierung und Intervallszenarien, während die Taste und die LED über dem Pumpenkopf zum Befüllen der Leitung und zur lokalen Betriebsbeobachtung dienen.

Das WLAN-Funkmodul arbeitet im Bereich von 2412–2472 MHz mit einer angegebenen Sendeleistung von 15–19,5 dBm. Diese Werte beschreiben die Funkschnittstelle, nicht die Dosiergenauigkeit oder Aquarienabdeckung; die tatsächliche Verbindungsqualität hängt weiterhin von der Installationsumgebung ab.

Modelle, Ersatzteile und Kompatibilität

EVO 1 teilt sich den Ersatzpumpenkopf mit der Bezeichnung 104.144-31, den Motor mit der Bezeichnung 104.144-1 und das 12-V/3-A-Netzteil mit der Bezeichnung 104.144-4 mit dem EVO 1/3/5- und EVO 4-Ökosystem, sofern von Aqua Medic spezifiziert. Die Frontabdeckungen bleiben modellspezifisch.

EVO 1 ist kein Einkanal-Abschnitt der EVO 4 und nicht die Basis eines eigenständigen EVO 8-Modells. Es ist die kompakte, App-gesteuerte Wahl für eine einzelne Flüssigkeit; mehrere App-kompatible Einheiten können gruppiert werden, wenn die Installation zusätzliche unabhängige Kanäle benötigt.

Korrekte Installation

Platzieren Sie die Dosiereinheit auf einer stabilen, ebenen Fläche oder nutzen Sie die für das Modell mitgelieferte Befestigungslösung. Betreiben Sie das Gerät in Innenräumen und schützen Sie es vor Spritzwasser, Salzablagerungen und der hohen Luftfeuchtigkeit, wie sie typischerweise in einem Filterschrank auftritt. Die Anleitung für EVO 1/3/5 gibt eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 80 % an; die Anleitung für EVO 4 verlangt ebenfalls Schutz vor Wasser und Feuchtigkeit.

Halten Sie die Schläuche so kurz und direkt wie möglich. Die offiziellen Anleitungen geben eine maximale Förderhöhe von 2 m an, was 0,2 bar entspricht. Der Saugschlauch muss bis zum Boden des Vorratsbehälters reichen, während das Auslaufende nicht in das Aquarienwasser eintauchen darf. Der Flüssigkeitsstand im Behälter muss unterhalb des Endes des Dosierschlauchs bleiben, um ein unkontrolliertes Auslaufen oder Rückfließen zu verhindern.

Da Peristaltikschläuche verschleißen und letztlich undicht werden können, positionieren Sie die Pumpe nach Möglichkeit über einer Tropfwanne, einem Aquarium oder einem Filterbecken. Überprüfen Sie vor dem Starten eines Programms die Saug- und Druckseite, entfernen Sie scharfe Knicke, befüllen Sie die Leitung und stellen Sie sicher, dass der Auslass kein Aquarienwasser zurück in den Dosierbehälter hebern kann.

Kalibrierung

Befüllen Sie den Schlauch vor der Kalibrierung manuell über den Berührungssensor. Platzieren Sie die Saugleitung in Wasser oder in der tatsächlich zu dosierenden Flüssigkeit und die Druckleitung in einem geeigneten Messzylinder. Führen Sie anschließend die Kalibrierung bei waagerecht ausgerichtetem Gerät über die App durch.

Die offizielle Anleitung verlangt mindestens 10 mL für die Kalibrierung und empfiehlt keine kleineren Mengen. Sofern die Produktformulierung es zulässt, kann eine hochkonzentrierte Lösung mit Osmosewasser verdünnt werden, um ein größeres messbares Volumen zu verwenden; die abschließende Dosierberechnung muss diese Verdünnung berücksichtigen.

Wartung und Sicherheit

Überprüfen Sie die Dosierschläuche regelmäßig auf Verschleiß, Aushärtung, Ablagerungen und Verstopfungen. Eine Verstopfung kann den Druck erhöhen und Leckagen verursachen; ein verschlissener Schlauch kann Flüssigkeit außerhalb des vorgesehenen Leitungswegs freisetzen. Kalibrieren Sie den betroffenen Kanal nach dem Austausch eines Pumpenkopfs, einer Änderung der Schlauchführung oder dem Wechsel zu einer Flüssigkeit mit anderem Fließverhalten neu.

Trennen Sie vor dem Wechsel eines Pumpenkopfs die Stromversorgung, damit während des Vorgangs keine programmierte Dosierung starten kann. Der Ersatzkopf enthält Rollen und Innenschlauch. Beim Aufsetzen muss die Motorachse mittig zwischen den drei Rollen sitzen und in der Mitte der vorderen Öffnung sichtbar bleiben.

Schmieren Sie die Pumpe nicht. Verwenden Sie niemals ätzende oder kristallisierende Flüssigkeiten. Wenn eine Lösung dazu neigt, am Auslass zu kristallisieren, müssen deren Eignung und das Reinigungsintervall vor der automatischen Nutzung geprüft werden; das Verbot des Herstellers hat Vorrang vor jedem allgemeinen Anwendungsbeispiel.

Stärken und Grenzen

  • Stärke: Ein kompakter Kanal, lokale manuelle Steuerung und App-Programmierung eignen sich für ein einzelnes Additiv ohne den Platzbedarf einer Vierkopf-Station.
  • Stärke: Kompatible EVO 1-, 3- und 5-Einheiten können in derselben App zusammengeführt werden, sodass die Anlage modular erweitert werden kann.
  • Einschränkung: Die automatische Konfiguration hängt von der App ab; die Berührungssteuerung allein ermöglicht nur manuellen Betrieb.
  • Einschränkung: Ein Protokoll mit mehreren unabhängigen Flüssigkeiten erfordert zusätzliche kompatible Geräte sowie eine aufwendigere separate Schlauch- und Stromversorgungsplanung.

Geprüfte Daten

Geprüfte Daten
Kanäle1
Geräteabmessungen97 × 105 × 127mm
SteuerungssystemAqua Medic App + manual touch control
Artikelnummer104.201
Netzteileingang100–240 VAC / 50–60 Hz
Netzteilausgang12 VDC
WLAN-Frequenz2412–2472 MHz / 15–19.5 dBm
Kalibriervolumen≥ 10mL
Maximaler Dauerbetrieb≤ 15min

Verwendete Quellen

Geprüft am 2026-08-31

  1. Aqua Medic reefdoser EVO 1-3-5

    AB Aqua Medic GmbH · Quelle: official product

  2. reefdoser EVO 1-5 operation manual

    AB Aqua Medic GmbH · Quelle: official manual